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Adventskalender selbst befüllen: So habe ich 24 Türchen für unter 60 € geplant

Illustration mit 24 kleinen Säckchen an einer Leine in Lila, Orange und Pfirsich, daneben der Text: Adventskalender selbst befüllt, 24 Türchen, 55,40 €

Vor zwei Jahren habe ich meinem Mann einen fertigen Gewürz-Adventskalender geschenkt. Er kocht leidenschaftlich gern, also schien das perfekt. Im März standen noch zwölf ungeöffnete Döschen im Schrank. Er hatte sich gefreut, keine Frage. Aber nach dem dritten Paprika-Gewürz war die Spannung weg.

Letztes Jahr habe ich den Kalender deshalb selbst befüllt. Mein Budget: unter 60 € für alle 24 Türchen. Am Ende habe ich 55,40 € ausgegeben, und bis auf zwei Kleinigkeiten wurde alles benutzt, gegessen oder eingelöst. So bin ich vorgegangen, und das würde ich dieses Jahr anders machen.

Warum lohnt es sich, den Adventskalender selbst zu befüllen?

Es lohnt sich, weil du für jedes Türchen selbst entscheidest und nichts bezahlst, was später im Schrank verstaubt. Ein fertiger Kalender ist bequem, aber er kennt deinen Menschen nicht. Wer nur Tee trinkt, braucht keine 24 Kaffeesorten. Wer gern kocht, freut sich nicht über das vierte Salz.

Dazu passt, was die Deutschen ohnehin gern verschenken. Laut der Weihnachtsumfrage 2025 des HDE wollten 23 % Kosmetik und Körperpflege verschenken und 16 % Lebensmittel. Genau diese beiden Dinge machen auch einen guten Kalender für Erwachsene aus: kleine Dinge, die man verbraucht, statt Dinge, die herumstehen.

Vergleich fertiger Gewürz-Adventskalender 2024 und selbst befüllter Kalender 2025: 49,99 € gegen 55,40 €, 24 gleiche Gewürze gegen gemischten Inhalt, rund die Hälfte ungenutzt gegen fast alles genutzt

Der fertige Kalender war günstiger. Gelohnt hat sich trotzdem der selbst befüllte.

Ehrlich gesagt war mein selbst befüllter Kalender sogar ein paar Euro teurer als der fertige. Aber der fertige hat sich nur zur Hälfte gelohnt. Rechnet man nur die Türchen, die wirklich genutzt wurden, war der selbst befüllte klar günstiger.

Was habe ich in die 24 Türchen gepackt?

Ich habe den Inhalt in sechs Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe mit einem festen Betrag geplant. Die Stoffsäckchen hatte ich noch von einem Kalender, den ich früher für meine Nichte befüllt habe. Sie haben also nichts gekostet. Vier Türchen waren selbst geschriebene Gutscheine, auch die kosten nur etwas Zeit.

InhaltTürchenKosten
Gewürzmischungen in kleinen Tüten614,90 €
Zuckerfreie Bonbons und Schokolade511,50 €
Haferriegel und herzhafte Snacks49,60 €
Pflegeprodukte in Reisegröße312,45 €
Schreibwaren: Notizblock, Bleistift26,95 €
Selbst geschriebene Gutscheine40,00 €
Summe2455,40 €

Für die Gewürze habe ich gezielt kleine Packungen gesucht, damit es nicht wieder zwölf volle Döschen werden. Spezialshops wie Gewürzland sind dafür ein guter Startpunkt. Bei der Pflege habe ich auf Naturkosmetik in kleinen Größen gesetzt, zum Beispiel von Lavera. Vor beiden Bestellungen habe ich bei rabattdigga.de nach einem Code geschaut.

Wie verteile ich die Türchen, damit es spannend bleibt?

Ich verteile die Türchen nach Wochentagen, nicht nach Zufall. Unter der Woche ist morgens wenig Zeit, da passt etwas Kleines zum Mitnehmen oder für den Abend in der Küche. Am Wochenende darf es mehr sein. Und die Gutscheine kommen auf die Tage, an denen wir sie auch wirklich einlösen können.

So verteile ich die 24 Türchen auf die Wochentage: 17 Werktage mit Gewürzen, Süßem, Riegeln und Schreibwaren, 3 Samstage mit Pflegeprodukten, 3 Sonntage und Heiligabend mit selbst geschriebenen Gutscheinen

Die Gutscheine landen auf Tagen, an denen wir sie auch einlösen können. Das war die beste Idee des ganzen Kalenders.

Ein Gutschein für „gemeinsam kochen, ich spüle“ kostet 0 € und war laut meinem Mann das beste Türchen des ganzen Kalenders.

Was nicht so gut ankam, gehört auch dazu:

Wie viel Zeit kostet ein selbst befüllter Kalender?

Insgesamt waren es bei mir etwa fünf Stunden, verteilt auf drei Abende. Das ist mehr als ein Klick auf „In den Warenkorb“, aber weniger, als ich befürchtet hatte. Die meiste Zeit ging nicht ins Einkaufen, sondern ins Überlegen: Was benutzt er wirklich? Was hat er sich im Laufe des Jahres gewünscht und dann doch nicht gekauft?

Dafür habe ich mir einen Trick angewöhnt: Ab September führe ich im Handy eine kleine Notiz. Jedes Mal, wenn mein Mann beim Kochen sagt „Das müsste man mal probieren“, schreibe ich es auf. Im November habe ich dann keine leere Seite vor mir, sondern eine Liste mit zwanzig Ideen. Das Bestellen selbst hat danach nur noch eine halbe Stunde gedauert, das Packen einen gemütlichen Abend mit Musik.

Worauf achte ich, bevor ich Lebensmittel und Pflege bestelle?

Ich prüfe vor allem die Haltbarkeit, denn manche Türchen werden erst am 24. Dezember geöffnet und dann noch eine Weile genutzt. Bei Lebensmitteln schaue ich auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei Kosmetik ist es etwas anders: Laut der EU-Kosmetikverordnung muss bei Produkten, die länger als 30 Monate haltbar sind, mit einem Symbol (offener Tiegel) angegeben werden, wie lange das Mittel nach dem Öffnen sicher ist. Bei Reisegrößen ist das ein guter Anhaltspunkt.

⚠ Zuckerfrei heißt nicht harmlos für den Hund

Viele zuckerfreie Süßigkeiten enthalten Xylit (E967), auch Birkenzucker genannt. Marken wie Xucker setzen bewusst darauf, für Menschen ist das unproblematisch. Für Hunde ist Xylit aber gefährlich: Laut einem tierärztlich geprüften Ratgeber von Zooplus können schon 0,1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht schaden. Bei uns lebt eine Hündin, deshalb hängen diese Türchen bei uns ganz oben.

Checkliste vor dem Bestellen für den Adventskalender: Mindesthaltbarkeit bis Januar, Symbol offener Tiegel bei Kosmetik, Xylit und Haustiere, Allergien im Haushalt, Bestellungen bündeln, Lieferzeit im November

Sechs Punkte, zwei Minuten pro Bestellung. Der Punkt mit dem Xylit ist bei uns nicht verhandelbar.

Wie plane ich den Kalender dieses Jahr?

Dieses Jahr fange ich eine Woche früher an. Der erste Advent ist am 29. November, und der 1. Dezember fällt auf einen Dienstag. Bis Mitte November will ich alles im Haus haben, denn Ende November werden Lieferzeiten länger und manche kleine Größen sind ausverkauft.

Ich bündele außerdem stärker. Letztes Jahr waren es vier kleine Bestellungen, zwei davon mit Versandkosten. Dieses Jahr plane ich pro Shop genau eine Bestellung, und zwar so, dass sie über der Versandkostengrenze liegt, ohne dass ich etwas nur zum Auffüllen kaufe.

Zeitplan für den selbst befüllten Adventskalender 2026: 1. November Liste, 9. November bestellen, 22. November packen, 29. November erster Advent, 1. Dezember erstes Türchen an einem Dienstag

Der 1. Dezember fällt dieses Jahr auf einen Dienstag. Ich hänge den Kalender trotzdem schon am ersten Advent auf.

Mein wichtigster Tipp, wenn du zum ersten Mal selbst befüllst: Leg zuerst die Gutschein-Tage fest und plane dann den Rest drumherum. Die Gutscheine sind das, woran sich dein Mensch im Januar noch erinnert. Der Rest ist die Schokolade dazu. Und wenn am Ende ein paar Euro übrig bleiben, umso besser.

Häufige Fragen

Was kostet ein selbst befüllter Adventskalender?

Das hängt vom Inhalt ab. Mein Kalender für einen Erwachsenen hat 55,40 € gekostet, weil ich die Säckchen schon hatte und vier Türchen selbst geschriebene Gutscheine waren.

Was kann man in einen Adventskalender für Männer packen?

Gut funktionieren Dinge, die man verbraucht: Gewürze, Tee, Snacks, Pflege in Reisegröße. Dazu ein paar Gutscheine für gemeinsame Zeit.

Wann sollte ich den Inhalt bestellen?

Am besten Anfang November. Der erste Advent ist 2026 am 29. November, und Ende November werden Lieferzeiten oft länger.

Sind zuckerfreie Süßigkeiten gefährlich für Hunde?

Viele enthalten Xylit, und das ist für Hunde gefährlich, schon in kleinen Mengen. Wenn ein Hund im Haushalt lebt, häng solche Türchen außer Reichweite.

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